Maine Coon Katze
/>HerkunftslandHerkunftsland:USA
GrößeGröße:sehr groß (Schulterhöhe bis 40 cm)
GewichtGewicht:Kater 5,5 bis 9 kg, Kätzinnen 4 bis 6,5 kg
KörperbauKörperbau:kompakt, mittelschwer, muskulös
AugenAugen:rund und groß; grün, gold, kupferfarben
FellFell:Halblanghaarkatze mit langem Deckhaar und buschigem Schwanz, Fellbüschel zwischen den Pfoten; Fell neigt nicht zum Verfilzen
FellpflegeFellpflege:wöchentliches Bürsten
CharakterCharakter:ruhige, sanfte Wohnungskatze; gesellig, intelligent und anhänglich; guter Jäger; liebt Wasser
HaltungHaltung:wünscht sich einen Garten oder einen gesicherten Balkon; braucht viel Platz und verträgt keine Hitze; großer und sehr stabiler Kratzbaum

Was lieben die Menschen an der Maine Coon?

Die Maine Coon sieht aus wie ein kleiner Waschbär und das erklärt auch ihren Namen: „Coon“ kommt vom englischen Wort für Waschbär „Racoon“. Die schönen Katzen sehen aus wie kleine Kobolde und fallen besonders durch ihre außergewöhnliche Größe und ihr prächtiges Fell auf. Sie ist eine sehr angenehme Wohnungskatze mit einem liebevollen Charakter. Mit ihrer kantigen Schnauze und den wunderschönen Augen blickt sie recht verwegen in die Welt.

Das Besondere an der Maine Coon

Die üppige Halskrause, der buschige Schwanz und die Luchspinsel an den Ohren verleihen der Maine Coon eine ganz eigene Ausstrahlung mit Charisma. Aber nicht nur das macht sie so überaus besonders: Die Maine Coon ist ausgesprochen anhänglich und so wundert man sich nicht, dass sie manchmal auch „Hundekatze“ genannt wird. Sie ist eine würdevolle und majestätische Erscheinung durch und durch, unabhängig, eigenwillig und sehr gesprächig, dabei ausgesprochen fröhlich. Nicht selten sind Katzen zu finden, die antworten, wenn man sie anspricht und regelrecht eine Unterhaltung beginnen. Obendrein straft sie alle, die an die typische wasserscheue Katze denken, Lügen. Sie ist manchmal eben der Waschbär, der sehr gerne mal auf Fischjagd geht und sonst auch gern mit Wasser spielt.

Zu wem passt die Maine Coon?

Man kann es getrost so sagen: Die Maine Coon ist XXL und dabei nur mäßig aktiv. Sie ist eine sehr soziale Katze, die nicht nur mit ihren Artgenossen, sondern auch mit Hunden und anderen tierischen Mitbewohnern gut auskommt. Anhänglich und verschmust wie sie nun einmal ist, ist sie aber doch nicht aufdringlich und ein gutmütiger Kumpel für verantwortungsvolle Kinder.

Und wo kommt sie her?

Im Verein mit den Norwegischen Waldkatzen und den Sibirischen Katzen gehört die Maine Coon zur Gruppe der Waldkatzen und damit zu den Naturrassen, von der Länge ihres Felles her wird sie in die Gruppe der Semi-Langhaarkatzen einsortiert. Die Kater dieser eindrucksvollen Rasse erreichen ein Gewicht von 5,5 bis 9 kg, Kätzinnen wiegen 4 bis 6,5 kg. Aber wo kommen diese gutmütigen Löwen eigentlich her? So genau lässt sich das bis heute nicht sagen. Eine alte Legende besagt, dass sich ein Waschbär mit einer Katze paarte und so eine Katze mit wuscheligem Fell und buschigen Schwanz entstand. Natürlich wissen wir heute, dass das biologischer Unsinn ist. Man vermutet eher, dass die Vorfahren der Maine Coon mit den Schiffen der Seefahrer nach Amerika kamen. Auf Schiffen wie der Mayflower könnten sie über den Atlantik geschippert sein, auf denen sie in erster Linie als Schädlingsbekämpfer unermüdlich Dienst taten und mit ihrem liebevollen Wesen ganz sicher auch die Besatzung unterhalten haben. Leider mussten sie im Notfall wohl auch als Proviant herhalten ... In Amerika waren die Winter kalt und hart und hier waren die großen Maine Coon mit ihrem langen, dichten Fell bei der Witterung und der Jagd im Vorteil und mit ihrer imposanten Größe durchaus auch in der Lage, sich gegen andere Raubtiere zur Wehr zu setzen.

Menschliche Schöpfung oder Naturkatze?

Die Maine Coon ist durch eine natürliche Zuchtauslese entstanden, vermutlich aus skandinavischen oder russischen Katzen, die in einem der Seehäfen des amerikanischen Küstenstaates Maine angekommen waren. Viele Legenden - nicht nur die der Verpaarung mit einem Waschbären - ranken sich um die Entstehung dieser wunderschönen Katzen und sicherlich ist keine einzige davon wahr. Diese Katze kam allerdings im waldreichen Bundesstaat Maine häufig vor. Maine zeichnet sich durch heiße Sommer mit Temperaturen über 25 Grad und eisige Winter mit Temperaturen bis minus 25 Grad aus. Das lange, ölige Deckhaar war sehr vorteilhaft für die langen Winter und die Fellbüschel zwischen den Zehen fungierten als vorzügliche Schneeschuhe. Ihre Ursprungsfarben waren Black oder Brown Tabby, die beste Tarnfarbe überhaupt in den Wäldern. Die Bürger von Maine sind ganz besonders stolz auf ihre Katzenschönheit und bezeichnen sie sehr liebevoll als „gentle giant“ - sanfter Riese.

Was muss ich über die Haltung der Maine Coon wissen?

Die Maine Coon ist ein sehr begabter Jäger und obendrein auch ausgesprochen intelligent und verspielt. Das kann natürlich schon einmal zum Problem werden, wenn sich so ein kleiner Kobold durch das Öffnen von Türen und Fenstern verselbständigen will, aber kein Problem, das sich nicht lösen lässt. Abhilfe schafft hier eine Katzenklappe von passender Größe, durch die die Katze aus der Wohnung in den Garten und auch wieder ins Haus gelangen kann. Sie fühlt sich in der Wohnung wohl, ist aber auch überaus dankbar für einen gesicherten Garten oder Balkon. In Sachen Geschicklichkeit läuft die Maine Coon mit Leichtigkeit ihren leichtgewichtigeren Rasse-Kolleginnen den Rang ab. Einfach alles wird mit geschickten Pfötchen betastet und untersucht und das geht sogar so weit, dass viele Maine Coon ihr Futter nicht wie andere Katzen direkt aus dem Napf nehmen, sondern lieber ihr Futter mit den Tatzen ins Mäulchen schaufeln.

Zubehör für eine zufriedene Maine Coon

Für eine solche Traumkatze wie die Maine Coon muss natürlich auch das passende Zubehör bereitgehalten werden. Dabei ist die Größe der Katze immer im Blick zu behalten, selbst wenn man ein Kitten erworben hat - dieses wird irgendwann zu einem „sanften Riesen“ herangewachsen sein. Ein Katzenbesitzer benötigt grundsätzlich folgende Dinge:

  • Wassernapf: Die Katze ist ursprünglich ein Wüstentier und die meisten Katzen trinken nicht gern in der Nähe ihres Futters. Zu leicht hätte sie da möglicherweise ihre einzige Wasserstelle verunreinigt. Also wird mindestens ein Wassernapf gebraucht und das Wasser muss täglich erneuert werden. Besser noch sind wenigstens zwei oder mehr Wassernäpfe, die in der Wohnung vergeilt sind.
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TIPP: Trinkbrunnen für Katzen

Im Fachhandel gibt es sogenannte Trinkbrunnen, die die meisten Katzen sehr lieben und deshalb viel mehr trinken als aus normalen Wasserschälchen. Trinken ist für die Durchspülung der Nieren sehr wichtig und wenn man seiner Katze einen Gefallen tun möchte, kauft man ihr so einen Sprudler. Viele Maine Coon spielen sehr gerne mit Waser und werden versuchen, mit ihren Pfoten das Wasser zu fangen. Möglicherweise werden sie ihr Spielzeug auch ins Wasser legen und wieder herausangeln. Gönnen wir ihnen doch diesen Spaß!

  • Katzentoilette: Die Katzentoilette sollte ausreichend groß sein, denn die Maine Coon gehört zu den größten Hauskatzenrassen der Welt. Auch hier gibt es im Zoofachhandel diverse Modell zu kaufen. Viele der großen Maine Coon verweigern Katzentoiletten mit Dach und Klappe. Bei der Körpergröße der Katze ist das gut zu verstehen und sie möchte gerne ein offenes großes Klo, in dem sie sich drehen, aufrecht stehen und wild graben kann. Auch Katzenstreu bietet der Handel in unterschiedlichen Sorten an.
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  • Es gibt „Klumpstreu“, die die Flüssigkeiten einschließt, sodass man diese beim Reinigen der Toilette einfach mit einer Katzenstreu-Schaufel leicht entfernen kann. Diese Streu ist in der Regel etwas teurer als nichtklumpende Streu und wird immer nur wieder nachgefüllt, sodass die Toilette nur in größeren Abständen komplett gereinigt werden muss. Selbstverständlich kann man auch nichtklumpende Streu verwenden, bei denen man die Toiletten in kürzeren Abständen komplett neu befüllen muss. Diese sind billiger als Klumpstreu, man braucht aber viel mehr davon.
    Viele Katze lieben eine sandähnliche Streu zum Graben, manche lieben eine Streu mit Duftstoff. Hier muss man einfach ausprobieren. Eine sinnvolle Ergänzung sind Plastikbeutel, die in der Katzentoilette fixiert werden können. Das schont die Schale des Katzenklos und beugt auf Dauer Gerüchen vor, da der ätzende Katzenurin den Kunststoff der Schalen nicht angreifen kann.
  • Kratzbaum: Alles für die Maine Coon muss etwas größer ausfallen als für gewöhnliche Hauskatzen. Alle Katzen lieben es, an allen möglichen Orten ihre Krallen zu schärfen, zu kratzen und dabei ihren ganz persönlichen Duft in der Umwelt anzubringen. Bei wenig Platz kann man sich natürlich auch für Kratzbretter und andere kleine Kratzmöbel entscheiden. Fällt aber die Entscheidung zu Gunsten eines Kratzbaumes, muss man darauf achten, dass dieser für die große und schwere Maine Coon auch ausreichend Standfestigkeit besitzt. Lässt man das außer Acht und greift zu einem preiswerteren Modell minderer Qualität, kann es schon mal vorkommen, dass der Kratzbaum das nicht aushält und in die schöne Wohnzimmervitrine kracht. Da ist man dann nicht nur selbst schuld, sondern verleidet seiner Katze ein für allemal auch das Benutzen eines Kratzbaumes.
  • Schlafplatz: Körbchen und Decken sind sehr beliebt und viele Katzen können einem Karton kaum widerstehen und schlafen lieber in diesem. Man darf nur nicht frustriert sein, wenn die Katze das so liebevoll ausgesuchte teure Schlafsofa für Katzen nicht annimmt. Eine Katze sucht sich ihren Schlafplatz nun einmal selbst aus und das - für den Menschen kaum begreiflich - an den unmöglichsten Orten. Da macht die Maine Coon keine Ausnahme. Auch hier muss in jedem Fall wieder ordentlich Größe eingeplant werden.
  • Transportbox: Natürlich muss auch die Maine Coon einmal transportiert werden. Viele Katzen mögen das nicht und können entsprechend auch im Auto ihren Unmut zeigen. Eine Katzentransportbox von entsprechender Größe und Stabilität macht die Fahrt zum Tierarzt zu einer sicheren Angelegenheit. Die weitverbreiteten Katzenkörbe aus Weide werden für einer Katze dieses Kalibers eher nicht stabil genug sein.
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Und die Fellpflege einer Maine Coon?

Ursprünglich waren es nur die braunen Tabbys, die als Maine Coon bezeichnet wurden und auch heute noch gilt diese Farbe als die „ursprüngliche“ Farbe der Katzen, auch wenn sie einfarbig, schildpatt- und bicolorfarben in den traditionellen westlichen Farben, smoke, schattiert, gestromt und getigert gezüchtet wird. Das seidige, wasserabweisende Fell einer Maine Coon ist an den Flanken, den Unterseiten des Körpers und am Schwanz deutlich länger als am Rest des Körpers. Ohne extreme Kältereize bekommt sie auch weniger Unterwolle. Ihr Fell ist nicht sehr pflegeintensiv und es reicht normalerweise, sie einmal wöchentlich zu bürsten. Für die Fellpflege kann man spezielle Bürsten und Entwirrungskämme für Halblanghaarkatzen im Fachhandel erwerben. Besondere Vorsicht ist beim buschigen Schwanz der Maine Coon angesagt: Geht man hier zu derb zu Werke, wird das schöne lange Haar hier leicht schütter und dünn. Es braucht bis zu einem Jahr, bis er zu seiner alten Pracht zurückgefunden hat!

Ist die Maine Coon anfälliger für Krankheiten?

Immer wieder gab es Katzen, die ähnliche Probleme mit ihrer Gesundheit hatten wie überzüchtete Hunde. Zu Beginn der Maine Coon-Zucht gab es recht viele Träger für Vielzehen (Polydaktylie), auch Herzfehler und Gelenkerkrankungen kamen vor. Heute ist die Maine Coon eine der Katzenrassen, die am besten auf mögliche Krankheiten untersucht sind. Bei keiner anderen Rasse gibt es so viele Züchter, die auf Herzkrankheiten (HCM), Hüftgelenksdysplasie (HD) und Spinale Muskelatropie (SMA) untersuchen, wie es die Maine Coon-Züchter tun. Es gibt offene Register, in denen man die Ergebnisse der Gesundheitsuntersuchungen einstellen kann (www.pawpeds.com). Das heißt natürlich nicht, dass die Maine Coon krankheitsanfälliger ist als andere Katzenrassen, denn grundsätzlich ist sie eine sehr gesunde Waldkatze. Es zeigt nur, dass die seriösen Züchter sehr gesundheitsbewusst mit ihren Zuchttieren umgehen. Im Umkehrschluss heißt das dann für einen Kaufinteressenten, dass er seine Katze am besten bei einem der seriösen Züchter für Maine Coon-Katzen erwirbt. Diese Katzen haben ihren Preis, aber man kann davon ausgehen, dass eine solche Katze bestens aufgezogen worden ist und nach Möglichkeit auf alle Dispositionen für Rassekrankheiten untersucht worden ist. So kann auch eine Maine Coon durchaus ein biblisches Alter erreichen.

Ein Wort zum Futter

Eine Katze ist ein reiner Fleischfresser und ihre Nahrung besteht zu 93 % aus hochwertigem tierischen Eiweiß, das die Katze auch zwingend braucht. Eiweiße aus pflanzlicher Nahrung kann die Katze nicht verwerten und leider ist es genau dieses für sie minderwertige Eiweiß, das in vielen Katzenfuttern enthalten ist. Auch wenn das Nassfutter mit seinem hohen Fleischanteil von mindestens 80 % teurer ist, ist das Geld bestens investiert. Dazu ein Beispiel: Steht auf der Dose „mind. 4 % Huhn und tierische Nebenerzeugnisse“, erhält die Katze nicht das von ihr so dringend benötigte hochwertige Eiweiß und Erkrankungen der Nieren und Gelenke, Allergien oder Durchfallerkrankungen können die Folge sein. Zu beachten ist dieser Grundsatz sowohl bei Fütterung mit Trocken- als auch mit Nassfutter, wobei eine Fütterung mit Trockenfutter allein bei den wenig trinkfreudigen Katzen an sich schon problematisch werden kann. Hier ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Wenn man die Mühe nicht scheut, sollte man sich auch mit dem Thema BARF (Biologisch Artgerechte Rohfleisch Fütterung) befassen. Beim BARFen ist es wichtig, die passenden Zusätze zum Fleisch zu füttern, vor allem das lebensnotwendige Taurin. Hier gibt es im Fachhandel sehr gute Literatur, die umfassend über das BARFen informiert.

Füttert man die Katze grundsätzlich mit hochwertigem Futter, wird sie es mit einem glänzenden Fell, einer guten körperlichen Verfassung und einem ausgeglichenen Wesen danken!

Fazit

Ganz grundsätzlich ist die Maine Coon eine gesunde Waldkatze, die zwar ihre genetische Disposition für verschiedene Rassekrankheiten nicht leugnen kann. Diese Erkrankungen sind aber gut erforscht und beherrschbar. Ihre soziale Verträglichkeit macht die Maine Coon zur idealen Familienkatze und auch ein weiteres Haustier im Haushalt stellt für sie in der Regel überhaupt kein Problem dar. Sie verbringt ihren Alltag gerne mit Artgenossen und wer ihr ein Geschwisterchen mitgeben kann, mit dem sie sich gut versteht, macht sie zur glücklichen Katze auch dann, wenn ihre Menschen berufstätig und viel unterwegs sind. Eine Maine Coon wird in der Anschaffung natürlich recht kostspielig sein. Trotz ihres Preises ist die Maine Coon genau wie die Hauskatze auch eine echte Gebrauchskatze, aber eine mit dem Stil und der Ausstrahlung eines „sanften Riesen“.

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