Kategorie II: Halblanghaar-Katzen

Katzenrassen mit halblangem Fell stehen bei den Liebhabern der schnurrenden Familienmitglieder hoch im Kurs. Allen voran führt die Maine Coon die Liste der beliebten Schönen an. Immer noch. Man kann zwar die Katzen der Kategorie II als Semilanghaar- oder als Halblanghaar-Katzen bezeichnen, aber die Felllänge der einzelnen Rassevertreter variiert teilweise enorm. Die Halblanghaar-Katzen haben in den letzten Jahren einen ordentlichen Boom erlebt, wobei die Maine Coon und die Norwegische Waldkatze mit Abstand die vorderen Ränge besetzen.

Welche Rassen gehören zur Kategorie II – Semilanghaar-Katzen?

Zwölf unterschiedliche Rassen werden in dieser Kategorie zusammengefasst:

Seit dem 1. Januar 2011 ist die „Neva Masquerade“ nicht mehr nur eine Varietät der Sibirischen Katze, sondern eine anerkannte, eigene Rasse.

Wie ist das nun genau mit der Länge des Fells?

Die Länge des Fells variiert innerhalb der einzelnen Semilanghaar-Katzen doch ganz enorm, was man allein an der Unterteilung der American Curl in eine „Longhair“- und eine „Shorthair“-Variante erkennen kann. Die meisten Curls liegen in der Felllänge irgendwo dazwischen.

Halblanghaarige Katzen sind die Shooting Stars der Katzen-Szene

Maine Coon und Norwegische Waldkatzen liegen beim Rennen um die beliebteste Halblanghaar-Katze ganz vor. In Europa haben aber auch die „Türken“, „Birmchen“, „Sibis“, „Nevas“ und Ragdolls aufgeholt und sind nun nicht mehr gar so selten zu finden. Genau das erfordert wiederum eine sorgfältige Zuchtauswahl. Trotz allem ist deren Popularität nicht mit denen der Maine Coon und der „Norweger“ vergleichbar. Die „Gentle Giants“ und die liebenswerten Trolle aus dem hohen Norden haben die Herzen im Sturm erobert. Leider hat diese Entwicklung diesen beiden Rassen nicht nur Vorteile gebracht. Züchter schossen wie Spargel aus dem Boden und waren nicht immer von Know-How und Seriosität gekennzeichnet. Schlechte Fellqualität, mangelnder Typ, Wesensstörungen und gesundheitlich Probleme waren die Folge und kommen von bloßer profitorientierter Vermehrerei. Glücklicherweise gibt es aber auch Züchter, denen Gesundheit und Wesensfestigkeit wichtig sind.

Pflegeleichte Schönheiten!

Was Katzenfreunden entgegenkommen dürfte, ist der deutlich überschaubare Pflegeaufwand für diese halblanghaarigen Schönheiten. Bei den meisten von ihnen reicht ein- bis zweimaliges Bürsten pro Woche völlig aus. Besitzer einer halblanghaarigen Katze sollten besonders die Bauchunterseite, die Innenschenkel, die Achselhöhlen und das Fell rund um die Öhrchen im Auge halten, denn an diesen Stellen bildet sich gern mal ein Knötchen, das schnell verfilzen möchte, wenn man es nicht rechtzeitig entwirrt. Der Pflegeaufwand hängt zum einen von der individuellen Felllbeschaffenheit ab und zum anderen davon, ob man eine Ausstellungskatze sein eigen nennt. Um hier bestehen zu können, muss man schon ordentlich in die Trickkiste greifen.

Unser Fazit zur Halblanghaar-Gang:

Unter den Halblanghaar-Katzen gibt es nicht nur beim Fell, sondern auch beim Charakter einige Parallelen: So sind Sibirer, Türkisch Van, Türkisch Angora, Norweger und Maine Coon echte Naturburschen. Alle schleichen gerne in der „Wildnis“ des Gartens umher und lieben es, ihre Umgebung unsicher zu machen, was die Beschaffenheit ihres Fells durchaus zulässt. In Sachen Temperament geht es bei diesen Schönheiten wirklich hoch her: Sie sind zwar nicht so agil wie die meisten orientalischen Katzen, sicherlich aber auch keine Schlafmützen. Ein Katzenfreund, der einen Mitbewohner aus dieser Kategorie anpeilt, ist mit eine sehr standsicheren Kratzbaum aus stabilem Spielzeug ausgesprochen gut beraten. Auch die Psyche dieser Naturburschen ist meist recht robust und diese Eigenschaft macht sie zur idealen Familienkatze. Kinder, Hunde und andere Haustiere werden problemlos akzeptiert und die Nerven dieser charmanten Mäusejäger liegen sicherlich auch im größten Familienchaos noch nicht blank.