Sinne unserer Katzen

Wenn man an Katzen denkt, dann denkt man an grazile Akrobaten. Man denkt an blitzschnelle Bewegungen und intuitive Tiere die einem das Gefühl vermitteln einen siebten Sinn zu haben. Der Katze werden auch sieben Leben zugeschrieben. Dies hängt oft mit der unglaublichen Gewandheit und der Möglichkeit zusammen, in jeder Gefahrensituation wieder auf den Füßen zu landen. Was uns Menschen nicht immer gelingt, dass scheint bei Katzen spielend einfach. Die Sage der sieben Leben einer Katze ist eigentlich nur einem bestimmten Sinn unserer Stubentiger zu verdanken.

Der Gleichgewichtssinn – warum Katzen immer auf den Pfoten landen

Wie oft haben wir Katzen gesehen die von einem Baum oder einer Mauer gefallen sind. In diesem Moment rechnet man mit dem Schlimmsten. Innerlich schimpft man die neugierigen Tiere sich in solche Gefahr gebracht zu haben, doch geht am Ende alles Gut. Denn eine Katze landet in der Regel immer auf ihren Füßen. Noch im Fall beginnt es im Hirn einer Katze zu arbeiten. Die Mieze fängt an mit dem Schwanz zu rudern und der Körper beginnt dabei sich zu drehen. Die rettende Bauchlage wird mit allen zur Hilfe stehenden, körperlichen Möglichkeiten herbeigeführt. Das geschieht ganz von allein ohne dass die Katze dabei viel überlegen muss. Sollte dieser Instinkt nicht einsetzen, können Sie davon ausgehen, dass etwas mit dem Tier nicht stimmt. Denn der Gleichgewichtssinn ist der stärkste Sinn der Katze. Zudem ist er wesentlich besser ausgeprägt, als dies beim Menschen der Fall ist.

Stubsnasen mit Feingefühl – wie Katzen schmecken, riechen und tasten

Was ihre Sinne anbelangt, so sind Katzen uns immer eine Nasenlänge voraus. Auch was ihren Geruchssinn betrifft. Allerdings gilt dies nicht im Vergleich zu einem weiteren beliebten Haustier, dem Hund. Denn diese cleveren Spürnasen riechen besser als unsere Katzen. Wir Menschen hingegen besetzen mal wieder den letzten Platz. Natürlich hat dies viele mit dem sozialen Verhalten und der Futteraufnahme einer Katze zu tun.

Da unsere Stubentiger nicht lesen können, wie zum Beispiel das Verfallsdatum auf dem Futter, müssen sie dies erschnuppern. Mit ihrer Nase stellen Sie schnell fest, ob ihnen die vorgesetzte Mahlzeit zusagt und auch ob diese für sie eine passende Nahrungsquelle darstellt. Denn nur so und im geringen Teil über ihren Geschmackssinn, können Sie feststellen ob das angebotene Futter die richtigen Nährstoffe enthält. Dies kennen wir auch von uns Menschen. Viele von uns riechen erst an Ihrem Essen um zu klären, ob es verdorben ist. Ebenso gibt es eine Redewendung, welche auf Katzen noch intensiver zutrifft. Einander riechen können. Von diesem Faktor hängt bei unseren Samtpfoten viel ab. Ob Partnerwahl oder Revierkämpfe. Der Geruch einer anderen Katze verrät unserer Mieze wer ihr da gerade gegenüber steht.

Nun kommen wir zum Feingefühl unserer Stubentiger. Viele werden im ersten Augenblick an die Samtballen der Katze denken. Diese ledrigen und zugleich weichen Ballen, welche die Krallen der Katze verbergen. Das ist nicht ganz verkehrt und spielt für unsere Mäusefänger vor allem bei der Jagd eine wichtige Rolle. So lassen sich über die Pfoten schwache Vibrationen gut wahrnehmen. Auch vor einem Erdbeben können Katzen dadurch frühzeitig warnen. Verfeinert und vielleicht sogar übertroffen werden diese Organe für den Tastsinn durch die Tasthaare der Katze. Sie finden sich, ganz offensichtlich im Maulbereich aber auch am Kinn, den Ohren und gar den hinteren Beinen. Diese Härchen haben ihre Wurzeln dreimal tiefer unter der Haut als das normale Fell der Katze. So dienen die Tasthaare als Radar für viele Reize aus der Umwelt. Wie Hindernisse oder auch kommende Gefahrensituationen.